Dezember 2013

Bauelemente für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

F&E-Arbeit für E-Mobilität verstärkt

Bei seinem umfassenden Portfolio für die E-Mobilität treibt TDK jetzt die Entwicklung von EPCOS Produkten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge noch stärker voran.

Neben der Beteiligung an staatlich geförderten Forschungsprojekten in Deutschland wurde dazu auch ein neues Entwicklungsbüro für EMV-Bauelemente in der Schweiz eröffnet. Der Fokus der TDK Entwicklungsprojekte liegt auf Folien-Kondensatoren, EMV-Filtern sowie Ferriten und Hochleistungsinduktivitäten.

Im Rahmen eines Förderprogramms für kompakte und hocheffiziente Netzteile für den On-Board-Charger hat TDK einen Folien-Kondensator mit hoher Energiedichte und erweitertem Temperaturbereich entwickelt. Ermöglicht wurde dieser Kondensator auf Basis sehr dünner Folien durch die Entwicklungs- und Fertigungskompetenz für Power Capacitor Chips (PCC™) am Standort Heidenheim. Da der Kondensator im Ladegerät eines Elektrofahrzeugs verbaut wird, waren vor allem die Anforderungen hinsichtlich kleiner Abmessungen und hoher Betriebstemperatur sehr anspruchsvoll. Der neue Kondensator mit einer Kapazität von 580 µF und einer Nennspannung von 450 V misst nur noch 20,8 × 68 × 31,5 cm³ und hält Temperaturen bis zu 110 °C stand. Bei einem weiteren Projekt mit dem Ziel, die Leistungselektronik zu großen Teilen direkt in den Antrieb von Elektrofahrzeugen zu integrieren, spielt der geringe Platzbedarf der einzelnen Komponenten ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ein speziell entwickelter EPCOS Leistungskondensator für den Zwischenkreis hilft hier nicht nur Platz, sondern auch Kosten und Gewicht zu sparen. Darüber hinaus wird an leistungsfähigen Ferriten zur induktiven Energieübertragung in effizienten Elektromotoren gearbeitet.

Das neue Entwicklungsbüro in Solothurn konzentriert sich auf die Automobil-Elektronik. Unter anderem werden hier EMV-Filter für Elektrofahrzeuge entwickelt. Sehr anspruchsvolle Anforderungen sind in Anwendungen der Elektromobilität hohe Spannungen und Ströme, die hochfrequent geschaltet werden und entsprechende Störungen erzeugen. Zusätzlich sind kompaktes Design, geringes Gewicht, Stoß- und Vibrationsfestigkeit sowie die Einsatzfähigkeit in einem weiten Temperaturbereich gefordert.

Neben EMV-Bauelementen entwickelt das Team auch Lösungen für das induktive Laden von Elektrofahrzeugen. Für ihre Entwicklungsarbeit verfügen die Entwickler vor Ort über eigene Labore und können auf die Unterstützung des Standorts Heidenheim und des EPCOS EMV-Labors in Regensburg zählen.

EPCOS Power Capacitor Chip (PCC™) für Elektrofahrzeuge.

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