November 2014

Standort Szombathely

Wachstum mit Automobil-Elektronik

Das Werk in Ungarn feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit 1994 hat sich Szombathely zu einem wettbewerbsstarken Entwicklungs- und Fertigungszentrum von elektronischen Bauelementen vor allem für die Automobil- und Industrie-Elektronik entwickelt. Jetzt wird es nochmals deutlich erweitert.

Derzeit produziert TDK in Ungarn auf rund 35 000 Quadratmetern Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren, Induktivitäten und EMV-Filter. Jetzt entstehen rund 10 000 Quadratmeter an zusätzlichen Fertigungsflächen, unter anderem für Bauelemente für die Automobil-Elektronik: Künftig werden weitere Typen an Leistungsinduktivitäten, EMV-Filtern und axial bedrahteten Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren gefertigt. Diese Produkte kommen in automatischen Scheinwerfersteuerungen und optisch basierten Parkhilfen zum Einsatz. Sie sind in Systemen verbaut, die das Starten ohne Schlüssel ermöglichen, vor dem Verlassen der Fahrspur warnen oder aber Teil von Start-Stop- und Auffahr-Präventionssystemen sind. Über die zusätzliche Fertigungsfläche hinaus entstehen in Szombathely 4000 Quadratmeter vor allem für Verwaltung und Ausbildung.

Mit der zusätzlichen Kapazität der neuen Produktionslinien wird der Anteil an Produkten, die in Szombathely für die Automobilindustrie gefertigt werden, von derzeit 30 Prozent in den kommenden Jahren auf mehr als die Hälfte steigen. TDK liegt damit im Trend des steigenden Elektronik-Anteils in Autos. Die Anforderungen werden immer umfangreicher, und diese können nur mit zusatzlicher Elektronik erfüllt werden. So haben sich im Werk Szombathely etwa die Produktionszahlen von Transponderspulen für Keyless-Entry- und Keyless-Go-Systeme sowie für Reifendrucksensoren in den vergangenen drei Jahren verdreifacht.

Stärkerer Fokus auf Automobil-Elektronik

Das Werk in Szombathely fertigt Bauelemente sowohl für den weltweiten Export als auch für den Binnenmarkt. Dabei kommt dem Standort seine geografische Lage zugute: Die Region um Szombathely ist eines der europäischen Zentren für die Automobilindustrie. Darüber hinaus wird das TDK Werk auch weiterhin ein breites Produktspektrum für andere Abnehmerbranchen produzieren und mit seinem Portfolio unter anderem vielfältige Industrieanwendungen sowie zahlreiche Applikationen im Segment der Erneuerbaren Energien bedienen.

Preise für innovative und umweltfreundliche Produkte

Bezogen auf Mitarbeiter ist Szombathely mit rund 1800 Beschäftigten der größte TDK Standort in Europa. Hier arbeiten derzeit rund 100 Ingenieure an der Entwicklung von Bauelementen, die in Szombathely auch gefertigt werden. Für die immer energie­effizienteren und damit umweltfreundlicheren Produkte erhielt die Mannschaft eine zweifache Auszeichnung der ungarischen Innovationsstiftung, welche die Preise seit 1993 jährlich vergibt. Als Erstes wurde die Weiterentwicklung von Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren und Leistungsinduktivitäten gewürdigt. Durch kontinuierliche Innovationsarbeit können die Kondensatoren jetzt noch verlustärmer realisiert werden: So wurde unter anderem die Leitfähigkeit der Elektrolyt-Flüssigkeit verbessert. Dadurch erzielen die Geräte, in denen diese Kondensatoren zum Einsatz kommen, höhere Wirkungsgrade und die Umweltbelastung verringert sich. Darüber hinaus ist der neue Elektrolyt chemisch stabiler, besonders bei hohen Temperaturen, wodurch die Kondensatoren eine höhere Lebensdauer erreichen.

Der zweite Preis würdigte die standortübergreifende Organisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit innerhalb des TDK Konzerns. Die Entwickler arbeiten gemeinsam mit Forschern anderer Standorte an neuen Innovationsprojekten, insbesondere mit Experten in Japan.

Historie Standort Szombathely, Ungarn

1994Gründung.
1998

Eröffnung eines zweiten Standorts im Industriepark.

2000Neuausrichtung des Standorts mit der Konzentration auf induktive Bauelemente und Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren; Aufbau von Know-how für Fertigungstechnologie und Produktentwicklung.

2006

Zweimilliardste Hochfrequenz-Drossel ausgeliefert.

2009Innovationspreis der Industrie- und Handelskammer Ungarn für Entwicklungsarbeit bei Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren und Transponderspulen für  die Automobil-Elektronik.
2011

Werkerweiterung um 6000 Quadratmeter Produktions- und 4000 Quadratmeter Lagerfläche.

2014

Ausbaubeginn des Standorts im Industriepark.
Staatspreis Innovation für umweltfreundliche Weiterentwicklung von Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren und Leistungsinduktivitäten.

Produkt-Highlights

Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren:

In Szombathely werden derzeit Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren mit Snap-in-, Multi-Pin- und Schraubanschluss vor allem für die Industrie-Elektronik gefertigt, aber auch für das Anwendungsgebiet Erneuerbare Energien. Schwerpunkte dabei sind Frequenzumrichter zur Steuerung von Motoren, Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie unterbrechungsfreie Stromversorgungen.

Weitere Informationen

Transponderspulen:

Diese induktiven Bauelemente werden als Empfängerantennen verwendet, vor allem in der Komfort- und Sicherheitselektronik von Fahrzeugen. Sie kommen etwa in Funkschlüsseln zum Einsatz und in funkbasierten Reifendruck-Überwachungssystemen. Dabei werden sie in den Reifenventilen verbaut und übertragen die Signale als Antenne an den Empfänger im Armaturenbrett.

Weitere Informationen

Zylinderkerndrosseln:

Filterbauelemente sind überall in der Automobil-Elektronik verbaut, wo Elektromotoren und Aktuatoren benötigt werden. Dort sorgen sie für die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV).

Produkt-Anfrage

Profil Standort Szombathely, Ungarn

Produkte

  • Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren mit den Anschlussarten: 

    • Schraubanschluss
    • Snap-in/Lötstifte
  • SMD-Induktivitäten
  • SMD-Transponderspulen
  • Bedrahtete RF/VHF-Drossel
  • EMV-Drossel
  • EMV-Filter

Zertifizierungen

  • ISO 9001
  • ISO/TS 16949
  • ISO 14001

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