5. August 2009

3. Quartal des Geschäftsjahres 2009: Umsatz gegenüber Vorquartal gesteigert

  • Umsatz: Steigerung auf 279 Mio. EUR; 6% über Vorquartal, 24% unter Vorjahr
  • EBIT: minus 24 Mio. EUR (Vorquartal: –42 Mio. EUR, Vorjahr: +28 Mio. EUR)
  • 4. Quartal 2009: Weitere Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis erwartet

1. Das 3. Quartal 2009


Die Geschäftsentwicklung von EPCOS hat sich im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2009 (1. April bis 30. Juni 2009) gegenüber Vorquartal verbessert, blieb jedoch unter dem Niveau des Vorjahresquartals.


Der Umsatz konnte im Vergleich zum 2. Quartal 2009 um 6 Prozent auf 279 Millionen EUR gesteigert werden. Der Verlust beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde gegenüber Vorquartal um 18 Millionen EUR auf minus 24 Millionen EUR reduziert.

2. Umsatz


2.1. Vergleich zum Vorquartal

in Mio. EUR2. Quartal 2009±3. Quartal 2009
Umsatz263+6%279

Gegenüber Vorquartal stieg im 3. Quartal 2009 der Umsatz mit Kunden aus der Automobil-Elektronik – von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend – um nahezu 20 Prozent und damit am stärksten. Diese Zunahme ist unter anderem darin begründet, dass Kunden ihre Bestände an Bauelementen, die sie in den vorangegangenen Quartalen teilweise übertrieben stark reduziert hatten, inzwischen wieder auffüllten. Außerdem haben staatliche Förderprogramme die Nachfrage nach Neuwagen belebt. In der Folge erhöhten Kfz-Hersteller ihre Produktionszahlen, wodurch auch der Bedarf an elektronischen Bauelementen zugenommen hat.


Um jeweils rund 10 Prozent ist der Umsatz mit Produkten für die Konsum-Elektronik und die Informations- und Kommunikationstechnik gestiegen. In etwa stabil verlief das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. Lediglich der Umsatz mit der Industrie-Elektronik hat sich weiter abgeschwächt. Dies ist auf den gesunkenen Bauelementebedarf der Hersteller von Indus-triemaschinen und -anlagen zurückzuführen; der Umsatz mit Produkten für die Energie- und Beleuchtungstechnik blieb dagegen stabil.


Nach Regionen betrachtet ist der Umsatz in Asien um rund 20 Prozent und damit am stärksten gewachsen. Darin schlug sich vor allem die positive Geschäftsentwicklung mit Produkten für die Konsum-Elektronik sowie die Informations- und Kommunikationstechnik nieder. In Deutschland stieg der Umsatz prozentual einstellig, was insbesondere durch die Belebung des Geschäfts mit Kunden aus der Automobil-Elektronik bedingt war. Im europäischen Ausland ging der Umsatz prozentual einstellig zurück, im NAFTA-Raum um rund 15 Prozent.

Umsatz nach Geschäftssegmenten

in Mio. EUR2. Quartal 2009±3. Quartal 2009
Kondensatoren und Induktivitäten116+1%118
Keramische Bauelemente71+9%77
OFW-Komponenten76+10%84

Während im Segment Kondensatoren und Induktivitäten der Umsatz um 1 Prozent auf 118 Millionen EUR stieg, konnte er im Geschäft mit keramischen Bauelementen um 9 Prozent auf 77 Millionen EUR gesteigert werden. Der wesentliche Treiber dieser positiven Entwicklung war in beiden Fällen die Zunahme des Bauelementebedarfs in der Automobil-Elektronik.


Bei den Oberflächenwellen-Komponenten fiel die Umsatzsteigerung mit einem Plus von 10 Prozent auf 84 Millionen EUR am stärksten aus. Das Wachstum war sowohl in der höheren Nachfrage nach Multimedia-Filtern als auch nach Filtern und Modulen für Mobilfunkgeräte begründet.

2.2. Vergleich zum Vorjahresquartal

in Mio. EUR3. Quartal 2008±3. Quartal 2009
Umsatz36724%279

Gegenüber Vorjahr ging im 3. Quartal 2009 der Umsatz von EPCOS mit nahezu allen Abnehmerbranchen prozentual zweistellig zurück, wenn auch nicht mehr so stark wie noch im Vorquartal. Lediglich der Umsatz mit Produkten für die Konsum-Elektronik lag über Vorjahresniveau. Wesentlicher Grund dafür war der Umsatzbeitrag des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens EPCOS Feida, das Anfang 2009 seinen Betrieb aufgenommen hat. EPCOS Feida entwickelt und fertigt Wechselspannungskondensatoren, die vor allem in elektrischen Haushaltsgeräten eingesetzt werden.


Im Geschäft mit der Automobil-Elektronik sank der Umsatz mit einem Minus von 40 Prozent am stärksten. Jeweils fast 30 Prozent weniger wurde mit Kunden aus der Industrie-Elektronik und mit Bauelemente-Distributoren umgesetzt. Im Geschäft mit Herstellern von Informations- und Kommunikationstechnik ging der Umsatz um rund 15 Prozent zurück.


In der regionalen Umsatzaufteilung zeigte sich vor allem das schwache Geschäft mit Produkten für die Automobil- und Industrie-Elektronik: In Deutschland und im europäischen Ausland ging der Umsatz um jeweils rund 40 Prozent zurück. Der Umsatz in der NAFTA-Region sank um 25 Prozent. In Asien dagegen konnte der Umsatz um 20 Prozent gesteigert werden. Wesentliche Gründe für diese positive Entwicklung waren gesteigerte Umsätze mit dort ansässigen Herstellern von Mobilfunkgeräten sowie der erwähnte Umsatzbeitrag von EPCOS Feida.

Umsatz nach Geschäftssegmenten

in Mio. EUR3. Quartal 2008±3. Quartal 2009
Kondensatoren und Induktivitäten144–18%118
Keramische Bauelemente12639%77
OFW-Komponenten9713%84

Im Vorjahresvergleich mussten alle Geschäftssegmente prozentual zweistellige Umsatzeinbußen hinnehmen.


Im Segment Kondensatoren und Induktivitäten wurde die Umsatzentwicklung wesentlich von dem schwachen Geschäft mit der Industrie- und Automobil-Elektronik geprägt. In Summe sank der Umsatz mit Kondensatoren und Induktivitäten um 18 Prozent.


Bei den Keramischen Bauelementen fiel der Umsatzrückgang mit einem Minus von 39 Prozent am stärksten aus. Wie in den beiden vorangegangenen Quartalen des laufenden Geschäftsjahres war dies im Wesentlichen in der sehr schwachen Nachfrage aus der Automobil-Elektronik begründet.


Im Segment OFW-Komponenten lag der Umsatz 13 Prozent unter Vorjahreswert. Mit der moderaten Steigerung bei Filterprodukten für Mobilfunkanwendungen konnte das schwache Geschäft mit Modulen und Multimedia-Filtern nicht ausgeglichen werden.

3. Ergebnisentwicklung


3.1. EBIT nach Geschäftssegmenten

in Mio. EUR3. Quartal 20082. Quartal 20093. Quartal 2009
Kondensatoren und Induktivitäten+10,1–9,9–8,2
Keramische Bauelemente+11,4–15,312,6
OFW-Komponenten+5,2–16,32,9

Im 3. Quartal 2009 konnte in allen Geschäftssegmenten der EBIT-Verlust gegenüber Vorquartal deutlich reduziert werden.


Das EBIT betrug bei den Kondensatoren und Induktivitäten minus 8,2 Millionen EUR und bei den Keramischen Bauelementen minus 12,6 Millionen EUR. Bei den OFW-Komponenten wurde eine Reduzierung des EBIT-Verlusts auf 2,9 Millionen EUR erreicht und damit auf weniger als ein Fünftel des Vorquartals.


Diese Verbesserungen basieren in erster Linie auf Umsatzwachstum und Kostensenkungsmaßnahmen. Zudem war das EBIT des 2. Quartals im Segment OFW-Komponenten noch deutlich durch den Abbau von Lagerbeständen belastet.

3.2. Konzern-Ergebnis

in Mio. EUR3. Quartal 20082. Quartal 20093. Quartal 2009
EBIT+26,7−41,523,7
Ergebnis nach Steuern+17,8−51,532,8

Ergebnis je Aktie

(in EUR, unverwässert)

+0,27−0,760,50

Im Berichtsquartal ergab sich für EPCOS ein Konzern-EBIT in Höhe von minus 23,7 Millionen EUR. Das Ergebnis nach Steuern betrug minus 32,8 Millionen EUR. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf minus 0,50 EUR.


Trotz des Verlustes konnte im abgelaufenen Quartal ein positiver Netto-Cash-Flow in Höhe von 17 Millionen EUR erreicht werden. Der Verlust nach Steuern wurde dabei durch die Abschrei-bungen nahezu kompensiert. Somit wirkte die im Wesentlichen durch Bestandsanpassung erreichte Reduzierung des Netto-Umlaufvermögens positiv im Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser betrug plus 39 Millionen EUR. Für Investitionstätigkeiten wurden 22 Millionen EUR aufgewendet.

4. Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009

in Mio. EUR9 Monate 2008±9 Monate 2009
Umsatz1.096−25%824
EBIT+80,8---84,4
Ergebnis nach Steuern+54,0---114,2

Ergebnis je Aktie

(in EUR, unverwässert)

+0,83---1,70

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 (1. Oktober 2008 bis 30. Juni 2009) ist der Umsatz von EPCOS gegenüber Vorjahr um 25 Prozent auf 824 Millionen EUR gesunken. Das EBIT betrug, bedingt durch das niedrigere Volumen, minus 84,4 Millionen EUR.


Das Ergebnis nach Steuern sank auf minus 114,2 Millionen EUR, das Ergebnis je Aktie auf minus 1,70 EUR.


Der Netto-Cash-Flow betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 minus 87 Millionen EUR.

5. Ausblick


Die Lage der Weltwirtschaft bleibt angespannt, zeigt aber durchaus Anzeichen einer gewissen Besserung. Da und dort halten sich Unternehmen bei Bestellungen und Investitionen nicht mehr so stark zurück wie noch in den Vorquartalen; bei EPCOS hat sich der Auftragseingang – wenn auch von einem sehr niedrigen Niveau her kommend – in den letzten Wochen insgesamt belebt.


Vor diesem Hintergrund erwartet EPCOS im laufenden 4. Quartal 2009 einen gegenüber Vorquartal steigenden Umsatz auf 300 bis 320 Millionen EUR und ein entsprechend verbessertes EBIT.

Über EPCOS


Die EPCOS AG ist ein führender Hersteller von elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen mit Sitz in München. Mit seinem breit gefächerten Produktportfolio bietet EPCOS ein umfassendes Angebot aus einer Hand und konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte insbesondere im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Automobil-, der Industrie- und der Konsum-Elektronik. Das Unternehmen verfügt über Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie Vertriebsbüros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika.


Elektronische Bauelemente befinden sich in jedem elektrischen und elektronischen Gerät und sind dort für die einwandfreie Funktion unverzichtbar. Die Produkte von EPCOS speichern elektrische Energie, filtern Frequenzen und schützen vor Überspannungen und -strömen.


Im Geschäftsjahr 2008 (1. Oktober 2007 bis 30. September 2008) hat EPCOS einen Umsatz von 1,48 Milliarden EUR erzielt. Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 21.200 Mitarbeiter.

Hinweis
Alle genannten Finanzdaten sind nach IFRS erstellt.

Dieser Text enthält in Bezug auf die Geschäftsergebnisse, die finanzielle Situation, die Strategie und die Pläne von EPCOS Aussagen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind durch Formulierungen wie »dürften«, »anstreben«, »beabsichtigen«, »davon ausgehen«, »erwarten«, »werden« oder vergleichbare Begriffe erkennbar. Solche vorausschauenden Aussagen basieren auf einer Vielzahl von Annahmen, die sich als unrichtig erweisen können. Sie unterliegen außerdem einer Vielzahl äußerer Risikofaktoren, die EPCOS nur sehr bedingt beeinflussen kann. Das können zum Beispiel geringeres Wachstum in bedeutenden Märkten oder Veränderungen in unseren Abnehmerbranchen sein, in den Beziehungen zu unseren Kunden, in der Durchführbarkeit von Kostensenkungen oder in allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Bedingungen. Eine Aktualisierung der in die Zukunft gerichteten Aussagen durch EPCOS ist weder geplant noch übernimmt EPCOS die Verpflichtung dazu.